Feuchteschutz

Alle Gebäude werden ständig von Feuchtigkeit in verschiedensten Formen bedroht.

Erhöhter Feuchtigkeitsgehalt im Gebäude führt zu

      - Schlechtem Raumklima
      - Erhöhte Feuchte in raumumschließender Bauteile beeinträchtigt
        die Behaglichkeit
      - Pilzbefall
        Feuchte Bauteile bieten optimale Bedingungen für Pilzbefall und
        Schimmel. Gefahr von Allergien.
      - Abnahme der Wärmeleitfähigkeit
        Feuchte in Baustoffen erhöht deren Wärmeleitfähigkeit.
        Dadurch Wärmeverluste und mehr Heizaufwand.
      - Zerstörung der Baustoffe
        Durch Fäulnis, Korrosion und Gefügesprengungen durch Frost.

Es gibt mehrere Arten von Feuchtigkeit die in eine Konstruktion gelangen können.

Baufeuchte
Ist die Menge Wasser die während der Bauphase im Gebäude verbaut wird, wie z. B. im Beton, Mörtel, Putz, Estrich und anderen Baustoffen. Man rechnet mit ca. 10000 Liter für ein Einfamilienhaus, jedoch schon innerhalb der Bauzeit wird durch Verdunstung und chemische Prozesse ein Teil des Wassers abgebaut. Aufgrund von kurzen Bauzeiten bleibt eine große Menge an Feuchtigkeit im Baukörper, dass erst mit hohen Energie-aufwand und über einen langen Zeitraum austrocknen kann.

Ein Gebäude muss nicht nur Niederschlagswasser Regen, Schnee oder feuchte Luft abhalten, sonder auch gegen Bodenfeuchte und Grundwassereinwirkung geschützt werden. Gegen diese Art von Feuchtigkeit lässt sich ein Gebäude (Neubau) mit geeigneten Mitteln gut schützen. Hingegen bei älteren Gebäuden die ein Feuchteschaden auf Grund von Undichtigkeit z. B. im Keller haben, kann nur ein qualifizierter Fachmann prüfen, ob ein Abdichtungsproblem die Ursache ist. Gerade bei diesen Problemen wird schnell eine Sanierungsmaßnahme mit hohen Kosten angeordnet ohne die Ursache richtig auf den Grund zugehen.

Der häufigste Feuchteschaden entsteht durch Wasserdampf (unsichtbare Feuchte) in der Luft. Die Luft nimmt Wasser in Form von unsichtbarem Dampf auf, speichert es und gibt es als Kondensat wieder ab. Dieser Kreislauf wirkt nicht nur in der Außenluft, sondern ebenso in Innenräumen, wo in der Luft enthaltender Wasserdampf ab einer bestimmten Temperatur kondensiert. Sie sehen, dass für die Kondensierung eine bestimmte Temperatur von Nöten ist. Hier ein Beispiel:

Bei 0° C reichen bereits 5g Wasser pro m³ Luft, um 100% Luftfeuchtigkeit erreicht zu haben.
Bei 20° C kann die Luft 17g Wasser pro m³ Luft aufnehmen, bis 100% Luftfeuchtigkeit erreicht ist.
Bei 30° C nimmt die Luft bis zu 30g Wasser pro m³ Luft auf, ehe 100% Luftfeuchte erreicht sind.
Bei 100% relative Luftfeuchte kondensiert Wasserdampf zu Wasser- es bildet sich Tau- daher die Bezeichnung Taupunkt.
Dieses ist der Übergangspunkt vom dampfförmigen zum flüssigen Zustand.

Wenn jetzt die Bauphysik eines Gebäudes nicht stimmt oder z. B. der Taupunkt falsch berechnet wurde, oder Wärmebrücken übersehen wurde, dann baut sich ein Feuchteschaden über Jahre auf.
Die Wohnqualität verschlechtert sich bis hin zu einer kostenintensiven Sanierungsmaßnahme.
Welche Maßnahme im Einzelfall zur Behebung des Feuchteschadens durchzuführen ist, kann erst nach genauer Untersuchung entschieden werden.
Darum ist es sinnvoll bei Problemen dieser Art einen Fachmann um Rat zu Fragen.